Ökumenische Jahresabschlussfeier

Dankbar zurückblicken, befreit nach vorne schauen

Am 31. Dezember 2025 lud das ökumenische Seelsorgeteam Gaissau gemeinsam mit der ökumenischen Mahlgemeinschaft zur Jahresabschlussfeier ein. Um 17 Uhr versammelten sich weit über 60 Gläubige, um gemeinsam das Jahr 2025 abzuschließen und den Übergang ins neue Jahr zu gestalten.

Die Feier, geleitet von Birgit Delanoi und Arthur Nägele, wurde musikalisch von Phonic (Herbert Rosinger und Harald Lechner) zusammen mit Anja Zechner und Jacqueline Hollenstein begleitet. Bereits zur Eröffnung mit Beethovens „Ode an die Freude“ wurde die besondere Atmosphäre dieses Abends spürbar.

Ein zentrales Element der Feier war die wechselseitige Vergebungsbitte – ein bewegender Moment, in dem sich die Anwesenden gegenseitig um Vergebung baten für das, was im vergangenen Jahr zwischen ihnen gestanden hatte. „Wir haben das Belastende nicht einfach ins neue Jahr mitgeschleppt, sondern es abgelegt“, so wurde in der Auslegung deutlich gemacht. „Nun können wir freier zurückschauen – und nach vorne blicken.“

Das Herzstück der Feier bildete ein besonderes Ritual: Die Teilnehmenden wurden eingeladen, auf wasserlösliches Papier zu schreiben, wofür sie 2025 dankbar sind und was sie loslassen möchten. In stiller Meditation entstanden persönliche Zeilen – manche voller Dankbarkeit, andere schwer von Last. Dann zogen die Menschen in einer Prozession zur Wasserschale und legten ihre Zettel hinein.

Das langsame Auflösen des Papiers im Wasser wurde zu einem kraftvollen Symbol: „Wie sich dieses Papier auflöst im Wasser, so vertrauen wir dir, guter Gott, alles an“, hieß es im begleitenden Gebet. „Wie Schnee schmilzt im Frühling, wie Nebel sich lichtet am Morgen, so nimmst du von uns, was uns belastet.“

Die Feier endete mit der Kommunion und einem anschliessenden Segen, begleitet von „Von guten Mächten“ – ein passender Ausklang für einen Abend, der Rückschau und Ausblick, Dankbarkeit und Loslassen, persönliche Besinnung und weltweite Verantwortung miteinander verband.

So gingen die Teilnehmenden gestärkt und befreit in die letzten Stunden des Jahres – getragen von der Gewissheit: „Gott geht mit – in das neue Jahr und in alle Zukunft.“ Bei einem gemeinsamen Anstoßen mit Schaumwein und Orangensaft war dies ein toller Jahresabschluss und Auftakt für den Silvesterabend.

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