Ökumenische Christmette in Gaissau

Licht in der dunkelsten Nacht

„Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht“ – mit dieser Verheißung des Propheten Jesaja begann am Heiligen Abend um 22 Uhr die ökumenische Christmette in Gaissau. Eine große Festgemeinde hatte sich versammelt, um gemeinsam das zentrale Geheimnis des christlichen Glaubens zu feiern: Gott wird Mensch, das Licht kommt in die Dunkelheit.

Bereits beim Einzug stimmte der Chor mit „Es ist ein Ros entsprungen“ auf die besondere Atmosphäre dieser heiligen Nacht ein. Die Feier griff bewusst die Symbolik der Wintersonnenwende auf – das Fest des Lichts genau in der dunkelsten Zeit des Jahres, wenn die Nächte am längsten sind und die Sehnsucht nach Licht am größten.

In der Auslegung des Weihnachtsevangeliums wurde die vielschichtige Bedeutung von Licht und Dunkelheit entfaltet: Die Finsternis steht für Krieg und Ungerechtigkeit in der Welt, für Angst und Einsamkeit in den Herzen der Menschen. „Und genau hier hinein – in diese dunkelste Nacht – kommt das Licht“, so die zentrale Botschaft. Nicht als mächtiger Herrscher, sondern als verwundbares Kind in der Krippe.

Musikalisch wurde die Feier vom «kleinen Chor» des Kirchechors Gaissau mit „O Holy Night“ und „First Noel“ bereichert, bevor das traditionelle „Stille Nacht“ den feierlichen Abschluss bildete.

Den Schlusspunkt setzte eine berührende Segensformel: „Der Gott, der dieser Welt jeden Tag neu Licht und Leben gibt, er lasse sein Angesicht leuchten über uns. Sein Licht verbreite einen Glanz über jedem Tag.“

Mit diesem Segenswunsch gingen die Gläubigen hinaus in die Christnacht – als Lichtträger in eine Welt, die Hoffnung braucht.

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