17. August 2025
„Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert“
Einer der herausfordernden Sonntage im Kirchenjahr: Jesus spricht im heutigen Evangelium von Feuer und Spaltung. Das passt nicht zum sanften Bild, das viele von ihm haben. Und doch – der Gottesdienst in Gaissau näherte sich diesen Worten ohne Umgehung, mit Ehrlichkeit: Was meint Jesus damit?
Der Prophet Jeremia wurde in eine Zisterne geworfen, weil er die Wahrheit sagte, die niemand hören wollte. Der Hebräerbrief spricht von Glaubenszeugen, die wie Sportler mit Ausdauer laufen. Und Jesus? Er sagt: Ich habe ein Feuer auf die Erde geworfen. Was er bringt, scheidet. Nicht weil er trennen will – sondern weil Wahrheit polarisiert. Der Glaube macht es uns nicht leichter, komfortabler, konfliktfreier. Er macht uns echter.
Predigtimpuls zum Evangelium (Lk 12,49–53): Jesus nennt sich selbst denjenigen, der Feuer auf die Erde wirft. Feuer reinigt, wärmt, erhellt – und brennt. Der Glaube, den Jesus bringt, ist kein Befriedungsprogramm. Er ist eine Entscheidung, die Konsequenzen hat. Die Frage, die dieser Sonntag stellt: Bin ich bereit, für das einzustehen, was ich wirklich glaube – auch wenn es unbequem ist?
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