Am Sonntag, 28. Juni 2026 sind wir aufgebrochen – wie Abraham, ohne fertige Landkarte, aber mit Vertrauen. Was als Fahrradprozession begann, wurde zu einem der schönsten ökumenischen Erlebnisse, die unsere Region bisher erlebt hat.
25 Menschen starteten um 17 Uhr bei der römisch-katholischen Kirche Rheineck. Station für Station, Konfession für Konfession wuchs die Gemeinschaft: Beim Klostergarten Gaißau waren es schon über 45, an der letzten Station bei Gehrer’s Fischerhütte über 60 Menschen – radelnd, zu Fuss, oder einfach dazugekommen.
Fünf Stationen. verschiedene Konfessionen aus verschiedenen Gemeinden. Fünf kurze Impulse, die je einen anderen Blick auf denselben Glauben eröffneten – römisch-katholisch, evangelisch-reformiert, altkatholisch, evangelisch nach Augsburger und Helvetischem Bekenntnis, evangelisch-methodistisch. Die Kinder aus Kindergarten und Volksschule Gaißau gestalteten die letzte Station bei der Fischerhütte – ein bewegender Moment kurz vor dem Abschluss.
Als der Wind auffrischte und Regen drohte, zogen wir gemeinsam in die Katholische Kirche Rheineck – eine Entscheidung, die wir vorsorglich bereits getroffen hatten. Der ökumenische Abschlussgottesdienst mit Wortgottesfeier und Agape-Mahl fand so in einem geschützten, würdigen Rahmen statt.
Musikalisch begleitet wurden wir von der Bläsergruppe des Musikvereins Gaißau und der Alphornbläsergruppe Gaißau – ihr Klang hat den Abend getragen und geprägt. Ein herzliches Dankeschön auch an die Lehrerinnen und Kindergartenbetreuer aus Gaißau, die die Kinderstation so lebendig gestaltet haben.
Dieser Abend hat gezeigt: Ökumene braucht keinen Konferenzraum. Sie braucht einen Weg, offene Augen – und Menschen, die bereit sind aufzubrechen.








