Allerheiligen 2023: „Selig, die ein reines Herz haben“

Allerheiligen in Gaissau – mit einem besonderen Einstieg: Der Kirchenchor eröffnete die Feier mit dem „Pacem“, und aus der feierlichen Stille heraus begann ein Gottesdienst, der ganz im Zeichen der Verbundenheit stand: mit den Verstorbenen, mit denen, die vor uns waren, und mit der Frage, was vom Leben bleibt.

Die Seligpreisungen aus der Bergpredigt (Mt 5,1–12) bildeten den Mittelpunkt. Was klingt wie ein Programm für Außergewöhnliche, ist in Wirklichkeit eine Zusage für alle: Selig die Trauernden, selig die Sanftmütigen, selig die, die Frieden stiften. Heiligkeit ist kein Sonderstatus. Sie ist das, wozu wir eingeladen sind – mitten in unserem ganz normalen Leben. Der Gräberbesuch danach gab der Feier ihren konkreten Ort: an den Gräbern derer, die wir geliebt haben.

Predigtimpuls zum Evangelium (Mt 5,1–12): Jesus sitzt auf dem Berg und lehrt – aber er lehrt nicht über Heilige, er spricht die Menschen vor ihm direkt an. „Selig ihr.“ Nicht: selig die anderen irgendwo. Hier. Euch. Heute. Die Seligpreisungen sind kein Leistungsmaßstab, sondern eine Einladung, sich von Gott angesehen zu wissen – auch und gerade dort, wo wir uns selbst am wenigsten sehen.

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