An einem Sonntag im frühen März 2024 feierten wir in Gaissau die ökumenische Wort-Gottes-Feier. Die Fastenzeit war noch jung, und die Lesungen des Tages luden zu einer grundlegenden Frage ein: Wer ist Jesus für mich – nicht als Lehrsatz, sondern als lebendige Wirklichkeit?
Die Perikope vom Bekenntnis des Petrus steht im Herzen des Matthäusevangeliums. Petrus antwortet auf Jesu Frage „Für wen haltet ihr mich?“ nicht mit einem gelernten Satz, sondern mit einem persönlichen Bekenntnis. Diese Frage bleibt offen – für jeden von uns. Was sie von einer theologischen Prüfungsfrage unterscheidet: Es geht nicht um die richtige Antwort, sondern um die ehrliche.
Predigtimpuls: Jesus fragt nicht: Was sagen die Bücher? Er fragt: Was sagst du? Das Bekenntnis des Petrus ist kein Aufsatz, es ist ein Aufblick. Und auf diesen Aufblick hin baut Jesus – nicht auf Perfektion, nicht auf Fehlerlosigkeit, sondern auf diesen einen Moment der Wahrhaftigkeit.
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