Im September 2024, am Fest Mariä Geburt, feierten wir in Gaissau Gottesdienst. Der frühherbstliche Sonntag brachte Lesungen mit, die nicht im Kleinen bleiben: Wer gehört dazu? Wo hört Nächstenliebe auf? Das Evangelium des Tages fordert heraus – nicht mit abstrakten Prinzipien, sondern mit einer Geschichte, die unter die Haut geht.
Der barmherzige Samariter geht an dem vorbei, was gesellschaftlich erwartet wird. Er hilft nicht trotz der Grenzen – er hilft, weil für ihn keine Grenze existiert. Das ist unbequem. Es stellt die Frage: Wo haben wir unsere Grenzen gezogen – und warum eigentlich?
Predigtimpuls: Der Samariter fragt nicht, wer der Verletzte ist, woher er kommt, ob er es verdient. Er sieht einen Menschen und handelt. Das Gleichnis endet nicht mit einer Lehre, sondern mit einem Auftrag: „Geh und tu desgleichen.“ Nicht irgendwann. Jetzt.