Zweiter Weihnachtstag 2024: Stephanus – Zeuge mit Konsequenzen

Unmittelbar nach Weihnachten tritt die Kirche auf die Bremse der Idylle. Der 26. Dezember gehört dem heiligen Stephanus – dem ersten Märtyrer, der für sein Zeugnis gesteinigt wurde. Ein unerwarteter Gast im Krippenglanz. Und doch: gerade er macht deutlich, was das Kind in der Krippe bedeutet. Das Christusfest ist kein Stimmungsprogramm. Es ist eine Zusage mit Konsequenzen.

Der Gottesdienst in Gaissau stellte die Frage, die Stephanus mit seinem Leben beantwortet hat: Wie weit tragen wir, was wir glauben? Die erste Lesung aus Jeremia, die Apostelgeschichte mit der Steinigung des Stephanus und das Evangelium bildeten zusammen ein Bild von Menschen, die nicht zurückweichen – nicht aus Sturheit, sondern aus Überzeugung.

Predigtimpuls: Stephanus sieht im Moment seines Todes den Himmel offen. Das ist keine Vertröstung. Es ist die Gewissheit, dass das, wofür er steht, größer ist als das, was ihm angetan wird. Weihnachten fragt uns: Wofür stehen wir – wenn es darauf ankommt?

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