Ökumenische Christmette in Gaissau

„Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht“ – mit dieser Verheißung des Propheten Jesaja begann am Heiligen Abend um 22 Uhr die ökumenische Christmette in Gaissau. Eine große Festgemeinde hatte sich versammelt, um gemeinsam das zentrale Geheimnis des christlichen Glaubens zu feiern: Gott wird Mensch, das Licht kommt in die Dunkelheit.
Gemeinsam den Christbaum geschmückt

Drei gemeinsame Stunden kurz vor Weihnachten. Rund zehn Erwachsene und ein paar Kinder schmückten gemeinsam den Christbaum und stellten die Krippe auf.
Wie so oft waren es die bekannten Gesichter – jene, die immer wieder mit anpacken. Die, auf die man zählen kann. Gemeinsam wurden Zweige geordnet, Kugeln aufgehängt, Lichter angebracht. Die Krippenfiguren arrangiert.
4. Adventsonntag: Josef und Thomas

Vier Tage vor Weihnachten, alle Kerzen am Adventskranz brennen – und der Gottesdienst in Gaissau brachte eine ungewöhnliche Verbindung: Der 21. Dezember ist zugleich Gedenktag des Apostels Thomas. Zwei Männer, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben – Josef, der vor der unbegreiflichen Schwangerschaft seiner Verlobten steht, und Thomas, der ohne Beweise nicht glauben will.
Rorate-Feier verbindet Gemeinden über den Rhein hinweg

Am frühen Morgen des 17. Dezember fand in der katholischen Kirche Rheineck eine besondere Rorate-Feier statt. Eine, die die Gemeinden Gaissau und Rheineck in eindrucksvoller Weise zusammenführte.
Bereits um 6.00 Uhr morgens versammelten sich zahlreiche Gläubige an der Schiffsanlegestelle in Rheineck. Die Gaissauer Gemeinde brachte das Friedenslicht aus Betlehem über den Rhein.
Sonntag der Wiederkehr des Herrn

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr trägt in der altkatholischen Tradition einen besonderen Namen: Sonntag der Wiederkehr des Herrn. Kein Abschluss im Sinne eines Schlusspunkts – sondern ein Brückentag. Das Kirchenjahr endet nicht mit einem Schlusskonsens, sondern mit einem Versprechen: Er kommt wieder.
Seelensonntag: „Nie wieder Krieg“

Der 9. November hat in der europäischen Geschichte ein besonderes Gewicht – als Datum der Erinnerung und der Mahnung zugleich. In Gaissau feierten wir an diesem Seelensonntag einen ökumenischen Gedenkgottesdienst, der mit einem gemeinsamen Gang zum Kriegerdenkmal und einer Kranzniederlegung verbunden war.
15. Sonntag im Jahreskreis: „Wer ist mein Nächster?“

Ein Hochsommermorgen in Gaissau – und ein Evangelium, das nie alt wird. Der barmherzige Samariter ist eine der bekanntesten Geschichten der Bibel, und doch hat sie die Kraft, jedes Mal neu zu treffen. Der Gottesdienst begann mit einem Gedächtnis der Verstorbenen des Juli-Monats: Sr. Arnolda, Frieda Fulterer, Otto Metzger, Eugen Schmidinger – für jeden eine Kerze, für jeden ein stilles Gebet.

