5. Fastensonntag:„Lass ihn noch ein Jahr stehen“

Mitten in der Fastenzeit ein Gleichnis, das atmen lässt: Der Weinbauer will den unfruchtbaren Feigenbaum umhauen. Doch der Winzer bittet: Noch ein Jahr. Ich grabe, ich dünge, ich gebe ihm Zeit. Vielleicht trägt er dann Früchte. Wenn nicht – dann. Der Gottesdienst in Gaissau fragte, was dieser Aufschub bedeutet: nicht Nachsicht ohne Konsequenz, sondern die Geduld Gottes, die nicht aufgibt.

23. Februar 2025: „Liebt eure Feinde“

Dieser Satz gehört zu den bekanntesten und am meisten zitierten des ganzen Evangeliums – und zu den am wenigsten gelebten. Der Gottesdienst in Gaissau nahm die Herausforderung an und fragte ehrlich: Was meint Jesus damit? Ist das eine realistische Zumutung – oder eine frommer Idealismus, der am wirklichen Leben vorbeigeht?

Zweiter Weihnachtstag 2024: Stephanus – Zeuge mit Konsequenzen

Unmittelbar nach Weihnachten tritt die Kirche auf die Bremse der Idylle. Der 26. Dezember gehört dem heiligen Stephanus – dem ersten Märtyrer, der für sein Zeugnis gesteinigt wurde. Ein unerwarteter Gast im Krippenglanz. Und doch: gerade er macht deutlich, was das Kind in der Krippe bedeutet. Das Christusfest ist kein Stimmungsprogramm. Es ist eine Zusage mit Konsequenzen.

8. September 2024: „Wer ist mein Nächster?“

Im September 2024, am Fest Mariä Geburt, feierten wir in Gaissau Gottesdienst. Der frühherbstliche Sonntag brachte Lesungen mit, die nicht im Kleinen bleiben: Wer gehört dazu? Wo hört Nächstenliebe auf? Das Evangelium des Tages fordert heraus – nicht mit abstrakten Prinzipien, sondern mit einer Geschichte, die unter die Haut geht.

Altkatholischer Gottesdienst im Klostergarten

Es war ein Sonntag wie aus dem Bilderbuch: strahlender Sommerhimmel, der alte Klostergarten in Gaissau als stiller, grüner Rahmen – und mitten darin eine Gemeinschaft, die sich zum Gottesdienst versammelte. Rund 35 Menschen kamen am 7. Juli 2024 zur ersten Feldmesse der Altkatholischen Gemeinde Maria Magdalena Vorarlberg in Gaissau zusammen.