15. Sonntag im Jahreskreis: „Wer ist mein Nächster?“

Ein Hochsommermorgen in Gaissau – und ein Evangelium, das nie alt wird. Der barmherzige Samariter ist eine der bekanntesten Geschichten der Bibel, und doch hat sie die Kraft, jedes Mal neu zu treffen. Der Gottesdienst begann mit einem Gedächtnis der Verstorbenen des Juli-Monats: Sr. Arnolda, Frieda Fulterer, Otto Metzger, Eugen Schmidinger – für jeden eine Kerze, für jeden ein stilles Gebet.
5. Fastensonntag:„Lass ihn noch ein Jahr stehen“

Mitten in der Fastenzeit ein Gleichnis, das atmen lässt: Der Weinbauer will den unfruchtbaren Feigenbaum umhauen. Doch der Winzer bittet: Noch ein Jahr. Ich grabe, ich dünge, ich gebe ihm Zeit. Vielleicht trägt er dann Früchte. Wenn nicht – dann. Der Gottesdienst in Gaissau fragte, was dieser Aufschub bedeutet: nicht Nachsicht ohne Konsequenz, sondern die Geduld Gottes, die nicht aufgibt.
23. Februar 2025: „Liebt eure Feinde“

Dieser Satz gehört zu den bekanntesten und am meisten zitierten des ganzen Evangeliums – und zu den am wenigsten gelebten. Der Gottesdienst in Gaissau nahm die Herausforderung an und fragte ehrlich: Was meint Jesus damit? Ist das eine realistische Zumutung – oder eine frommer Idealismus, der am wirklichen Leben vorbeigeht?
26. Januar 2025: „Heute hat sich dieses Wort erfüllt“

Ein Satz, der alles verändert: Jesus liest in der Synagoge von Nazaret aus dem Propheten Jesaja – und dann schließt er die Buchrolle und sagt: Heute. Nicht irgendwann. Heute hat sich dieses Schriftwort erfüllt. Der Gottesdienst in Gaissau nahm diesen Augenblick zum Ausgangspunkt: Was bedeutet es, wenn das Evangelium im Präsens gesprochen wird?
Zweiter Weihnachtstag 2024: Stephanus – Zeuge mit Konsequenzen

Unmittelbar nach Weihnachten tritt die Kirche auf die Bremse der Idylle. Der 26. Dezember gehört dem heiligen Stephanus – dem ersten Märtyrer, der für sein Zeugnis gesteinigt wurde. Ein unerwarteter Gast im Krippenglanz. Und doch: gerade er macht deutlich, was das Kind in der Krippe bedeutet. Das Christusfest ist kein Stimmungsprogramm. Es ist eine Zusage mit Konsequenzen.
3. Adventsonntag 2024: „Freut euch – der Herr ist nahe“

Der dritte Adventsonntag trägt seit alters her den Beinamen „Gaudete“ – Freut euch. Und genau das war der Ton dieses Gottesdienstes in Gaissau: nicht erzwungene Vorweihnachtsstimmung, sondern die tiefere Freude, die Paulus meint, wenn er schreibt: „Freut euch zu jeder Zeit.“ Denn die Nähe Gottes ist nicht jahreszeitabhängig.
8. September 2024: „Wer ist mein Nächster?“

Im September 2024, am Fest Mariä Geburt, feierten wir in Gaissau Gottesdienst. Der frühherbstliche Sonntag brachte Lesungen mit, die nicht im Kleinen bleiben: Wer gehört dazu? Wo hört Nächstenliebe auf? Das Evangelium des Tages fordert heraus – nicht mit abstrakten Prinzipien, sondern mit einer Geschichte, die unter die Haut geht.
